Kunsthochschulen

Die knapp 30 eigenständigen staatlichen Kunsthochschulen in Deutschland sind weniger homogen, als es der Oberbegriff suggeriert. Ihre Studiengänge und Fachbereiche gehen zum Teil auf Akademien der Mal- und Baukunst mit langer Tradition zurück, knüpfen zum anderen Teil an Gewerbe-, Bau- und Zeichenschulen an, deren Zahl mit der Industrialisierung erheblich anstieg. Kulturelle Neuerungen und technische Veränderungen lassen immer wieder neue Zweige oder gar neue Hochschulen entstehen, wie die Film-Akademien seit den 1950er Jahren und die Studiengänge für Neue Medien oder digitale Produktgestaltung.

Die Kunsthochschulen richten Anforderungen an die Professuren, für die häufig nicht allein Aktivitäten im Feld analytisch-rekonstruktiver oder theorieorientierter Wissenschaft zählen, sondern ebenso künstlerisches oder praktisches Können und Kreativität sowie Erfolge im nationalen und internationalen Kunst-Feld. Die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen sowie eines Promotionsrechts an vielen Kunsthochschulen haben die Studienstrukturen zusätzlich verändert und ließen Aufgaben für die Gremien der Selbstverwaltung und hinsichtlich der Positionierung der Hochschulen im politischen Zusammenhang entstehen, die die Aufgaben und Handlungsspielräume der Professuren neu gestalten.

Im Teilprojekt Kunsthochschulen sollen die Handlungsmöglichkeiten und ebenso die Gestaltungshindernisse untersucht werden, die sich im Zusammenhang von Lehre, Forschung, Hochschulentwicklung und Verfolgung eigener Ziele und Vorstellungen für Professorinnen ergeben.

Der Hochschultyp Kunst- und Filmhochschulen ist im Teilprojekt I an der TU-Darmstadt angesiedelt.

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